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Ganassi

Renaissance Blockflöten

Sylvestro Ganassi (1492-Mitte 16. Jahrhundert) war Blockflöten- und Gambenvirtuose im 16. Jahrhundert. Er schrieb ein berühmtes Traktat 'Opera intitulata Fontegara (Venedig 1535)' worin er unter Anderem die Kunst des Diminuierens beschreibt. Er gibt auch Grifftabellen für die Blockflöte. Dieses Buch ist sehr wichtig für Blockflötisten da es die erste 'Blockflötenmethode' war. Ausserdem gibt dieses Buch uns einen Einblick in die Aufführungspraxis im 16. Jahrhundert.

Leider ist nicht bekannt ob Ganassi selber Blockflöten gebaut hat. Der Australische Blockflötenbauer Frederick Morgan hat eine Altblockflöte in G gefunden in Wien (Österreich), die mit den Griffen aus 'La Fontegara' gespielt werden kann. Frans Brüggen hat die Kopie von Morgan gespielt und viele Blockflötisten folgten seinem Beispiel. Dies ist der Grund weshalb moderne Blockflötenbauer sogenannte 'Ganassi-Blockflöten' herstellen, die meistens eine Morgan-Kopie zum Vorbild haben. Allerdings macht jeder Bauer ihre oder seine Anpassungen.

Die Renaissance Blockflöten nach Ganassi eignen sich sehr für die Musik des 16. Jahrhunderts (zum Beispiel Diminutionen und Recercaren von u.a. Bassano, Ortiz, Virgiliano), des 17. Jahrhunderts (Canzonen und Sonaten von Komponisten wie Castello, Fontana, Uccellini) und des 20. Jahrhunderts (Kompositionen von u.a. Eggert, Moser, Tsoupaki).

Der Klang ist sehr offen und direkt. Das tiefe Register ist besonders stark. Diese Instrumente haben einen Umfang von mehr als zwei Oktaven.

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