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Philosophie

 

Abgesehen von persönlichen Geschmackssachen - ich baue meine Instrumente mit einem relativ offenen Windkanal um maximale Flexibilität zu erreichen - gibt es keine Zweifel dass eine Blockflöte in allen Registern gut funktionieren muss und gut intoniert sein soll - diese Bemerkung ist eigentlich überflüssig!

Natürlich baue ich meine Instrumente nach historischen Vorbildern die sich in Museen und Privatsammlungen befinden. Die Möglichkeit die Originale zu sehen und manchmal auch zu spielen ist sehr inspirierend. Diese Möglichkeit hatte ich bei der Terton Sopran und der Debey Alt im Gemeentemuseum in Den Haag. Ich glaube dass heutzutage bei der Kunst des Instrumentenbaus, und besonders des Blockflötenbaus, herauszufinden ist wie die Spiel- und Klangeigenschaften des Instrumentes sind. Diese sollte man intakt lassen und solche Angelegenheiten wie Stimmung und Intonation sollte man 'verbessern', da das Original den Zahn der Zeit durchstanden hat. Allerdings hat die Zeit ihre Spuren hinterlassen. Wir müssen eine Übersetzung machen in heutige Bedürfnisse und Aufführungspraxis. Mit anderen Worten: ich behaupte nicht Kopien zu machen. Ich könnte es gar nicht, da niemand weiss wie damals das Original geklungen hat, gespielt hat, wie die Maße waren (Windkanal, Innenbohrung). Ausserdem denke ich dass es nicht sehr kreativ ist etwas zu kopieren was schon einmal gemacht ist, auf solch fantastische Art und Weise. Und last but not least: wir leben heute, haben The Beatles, Beethoven, Stravinsky etc. gehört und unsere Ohren haben sich entwickelt. Wir reisen viel, spielen in grösseren Sälen, spielen Kammermusik in Konzerten anstatt ein Diner zu unterhalten wie es früher geschah. Wegen all dieser Sachen bin ich gegen kopieren. Ich glaube dass wir eingestehen müssen dass das Leben und die Kultur sich über Jahrhunderte hinaus geändert haben. Und meine Meinung ist dass wir, sowohl Spieler als Bauer, unseren Verstand benutzen müssen um logische Übersetzungen in unsere Zeit zu machen, dabei allerdings die alten Meister zu respektieren.

All dies gesagt zu haben, bin ich allerdings immer überrascht wieviel Unterschiede es gibt zwischen den sogenannten Kopien einer Altblockflöte nach Denner, Debey oder Stanesby. Mir ist natürlich klar dass es etwas ausmacht von welchem Original man ausgeht und dass einige Eigenschaften immer bleiben werden.

tappenvet

Abgesehen von der Tatsache ein Instrument von höchster Qualität für Sie zu bauen, betrachte ich den Service für Sie als einen wichtigen Bestandteil meiner Arbeit, auch nachdem Sie Ihr Instrument gekauft haben. Letztendlich verändert sich das Holz wenn es gespielt wird und deshalb ändert sich auch Ihre Blockflöte. Wenn man ein Instrument kauft, vergessen viele wie wichtig es ist dass der Bauer auch nach dem Kauf da ist. Man kann dazu verführt werden impulsiv ein Instrument zu kaufen, weil man sich in das Instrument verliebt hat (logisch), aber man soll nicht vergessen dass ein Instrument sich verändert und deshalb sollte man sich und den Bauer fragen was dann geschieht. Wird die Blockflöte genauso schön sein wie am Anfang? Ist es ein wenig eingespielt oder brandneu? Mit anderen Worten: wird es ein wenig stabil sein oder muss man nach einer Woche wieder zurück zum Bauer? Alle diese Fragen sind genauso wichtig wie sich verlieben in die Blockflöte wenn es zu einer Entscheidung kommen soll. Deshalb bin ich mir meiner Rolle als Bauer Ihres Instrumentes bewusst. Damit meine ich dass meine Arbeit nicht aufhört in dem Moment wo die Blockflöte geliefert wurde. Im Gegenteil; dann fängt das Leben der Blockflöte erst an. Deshalb halte ich es für wichtig dass man sich für den Service wie Revoicing, Intonieren, Räumen, usw. auf mich verlassen kann. Letztendlich bin ich selbst Spieler und weiss ich wie frustierend es ist ein Instrument zu spielen dass früher schön war und jetzt hauptsächlich problematisch ist...

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